05
2011

Laufenburg, ist das nicht in Deutschland? Nein, das ist doch im Baselbiet. Eben nicht. Es muss auf jeden Fall weit weg sein, denn auf der Carfahrt dorthin mussten wir dringend eine Rauchpause einlegen. Aber was heisst das nun? Laufenburg ist eine Stadt an der Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz. Es gibt ein deutsches Laufenburg und eines in der Schweiz. Und das Schweizer Laufenburg liegt im Kanton Aargau.

 


Aber was hat das alles mit uns zu tun. Nun in Laufenburg verbrachten wir in der vergangenen Saison ein ganzes Fasnachtswochenende. Am Samstagabend gab es einen Nachtumzug von der deutschen Seite über den Rhein auf die Schweizer Seite. In der Folge war Gassenfasnacht angesagt. Es gab viele kleine Beizchen und Stände zur Verpflegung. Dann und wann traf man eine Gugge, welche auf einer der vielen kleinen Bühnen spielte, die in den beiden Städtchen verteilt waren. Mit fortschreitender Stunde spielten die Leute auch ganz spontan, ohne auf die Bühnen zu achten. Und die Guggen begannen sich auch zu durchmischen. Da spielte dann ein Weiss-schwarzer mit einem Pink-grün-schwarzen und einem Schwarz-rot-silbrigen irgendetwas in die Nacht hinein. Dabei war das ganze auch eine internationale Sache. Von den zwei in England existierenden Guggenmusiken war eine auch mit von der Partie. Gegen deren 23-Stündige Anreise war unser Weg tatsächlich nur ein Katzensprung.

 

Als Nachtlager stellten uns die Laufenburger ihre gemütliche Zivilschutzanlage zur Verfügung. Aber beim Buchen von Wellness-Ferien wird einem ja so einiges verschwiegen. So wartete auch unser Hotel mit einigen Überraschungen auf. Da wäre mal der Kompressor zu erwähnen, der Pünktlich um 08:00 Uhr sein liebliches Summen verbreitete. Hinzu kommt das Dauer-Geplapper von einigen Bettnachbarn (das Wort Pritschennachbar hab ich leider nicht im Duden gefunden…), welches auch nicht gerade zum geruhsamen Schlaf beitrug.

 

So sah denn die eine oder der andere etwas alt aus, als wir uns am Sonntag für den Umzug vorbereiteten. Dank dem nahe gelegenen Restaurant, welches uns mit reichlich Kaffee versorgte, konnte auch diese Krise überwunden werden. Auch der Umzug am Sonntag führte von Deutschland in die Schweiz, allerdings auf einer etwas verlängerten Route. Bei strahlendem Wetter säumten tausende von Zuschauern den Strassenrand, was den Spass auf unserer Seite noch erhöhte.

 

Zum Abschluss gaben wir noch einen weiteren Auftritt nach dem Umzug. Danach machten wir uns relativ bald auf zur Zivilschutzanlage, wo wir pünktlich wieder den Car für die Rückfahrt einnehmen konnten.

 

Für uns war es das erste Mal, dass wir die Fasnacht in Laufenburg verbrachten. Die Gässlifasnacht ist vielseitig und spontan und hat uns sehr gut gefallen. Das super Wetter hat sicher seinen Teil dazu beigetragen. Danke allen, welche zum guten Gelingen dieses Wochenendes beigetragen haben. Gut möglich, dass wir nicht zum letzten Mal in Laufenburg waren.

Kommentar hinzufügen

Dein Name:
Deine E-Mail-Adresse:
Deine Webseite:
Betreff:
Kommentar: